Zwischen klassischem Bürgertum und städtischem Wohlstand: Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, nicht zuletzt wegen des legendären Kurfürstendamm, dem s.g. Ku’damm. Hier flanieren bereits seit Generationen die Berliner Wohlhabenden und all jene, die es sein oder werden möchten. Diese solide-gehobene Gegend der Stadt ist allerdings mehr als nur gediegenes Wohnen und Einkaufen. Der Bezirk hat Tradition.

Albert Einstein, Erich Kästner, Hildegard Knef, Klaus Wowereit, Klaus Kinski – Charlottenburg-Wilmersdorf ist seit jeher der Bezirk, in dem sich auch die bekannten Gesichter der Stadt gerne niederlassen und lange bleiben. Dieses liegt sicherlich am gehobenen Flair und am entsprechenden Ruf dieser Gegend, doch hat dieses auch mit den vielen gut erhaltenen und gepflegten Altbauten zu tun, die es sowohl in Charlottenburg als auch in Wilmersdorf gibt.

Kurfürstin Sophie Charlotte machte den Anfang

Besonders Charlottenburg (die Stadtteile Charlottenburg und Wilmersdorf wurden 2001 zu einem Verwaltungsbezirk zusammengelegt) ist bereits seit seinen Gründungstagen etwas ganz Besonderes und Anziehungspunkt für Wohlhabende und Berühmte. Den Anfang machte gg. Ende des 17. Jahrhunderts die Kurfürstin Sophie Charlotte, die sich hier eine Sommerresidenz errichten ließ – dem heutigen Schloss Charlottenburg. Schon zu Bauzeiten folgten ihr viele Wohlhabende und ließen sich in der Umgebung nieder, damit etwas von dem Ruhm und dem royalen Glanz auf sie abfiel.

Königlich geht es in Charlottenburg-Wilmersdorf zwar mittlerweile nicht mehr zu, doch haben die Bewohner nach wie vor einige Promis in ihrer Mitte. In den edleren Cafés und Restaurants der Gegend geht es nach wie vor um Sehen und gesehen werden. Gerade in den vielen kleinen Seitenstraßen rund um den Ku’damm, in denen die gut situierten wohnen, sind Gastronomie und Einzelhandel ausgesprochen hochwertig und auf die Bedürfnisse und Wünsche der Anwohner eingestellt. Während es in Wilmersdorf viele gutbürgerliche Wohngegenden mit entsprechender Architektur gibt, gibt es bei Wohn- und Geschäftshäusern in Charlottenburg einen beachtlichen Altbau-Bestand, der zudem gut saniert und gepflegt ist. Wer also einen gehobenen Lebensstil pflegt, ist hier genau richtig.

Viele Freizeitmöglichkeiten

Wer es etwas ruhiger mag, hat neben dem lebendigen Ku’damm und dem beeindruckenden Schloss Charlottenburg zahlreiche Alternativen für einen romantischen Spaziergang zu zweit. Der Grunewaldturm ist beispielsweise für Naturliebhaber ein beliebtes Ausflugsziel, während gleich fünf staatliche Berliner Museen in diesem Bezirk liegen. Liebhaber der Künste finden hier außerdem mit der Deutschen Oper, der Schaubühne am Lehniner Platz, dem Theater des Westens, dem Renaissance-Theater und dem Schiller Theater gleich mehrere Bühnen von internationalem Rang. Und wer gerne Spitzensport sieht, macht sich auf den Weg zum altehrwürdigen Olympiastadion, in dem nicht nur die Profi-Fußballer von Hertha BSC Berlin ihre Heimspiele austragen, sondern wo auch das ISTAF, das Internationale Stadionfest, stattfindet.