Wer die Abwechslung sucht, ist in Berlin-Schöneberg genau richtig. Der Stadtteil des Berliner Westens gehört einerseits zu den grundsoliden Wohngegenden der Stadt, hat auf der anderen Seite aber auch eine kulturelle Vielfalt zu bieten, die sonst nur in den Szene-Bezirken zu finden ist. Damit gehört Berlin-Schöneberg zu den Ausgeh-Tipps der Stadt, sowohl für Berliner als auch für Berlin-Besucher.

Schöneberg wurde 2001 mit dem benachbarten Berlin-Tempelhof zu einem Verwaltungsbezirk zusammengelegt (Berlin Tempelhof-Schöneberg) und ist unter anderem für seine lebendige Restaurant- und Bar-Szene bekannt. Hier geht es zwar etwas gemäßigter zu als zum Beispiel in Berlin-Mitte oder Berlin-Friedrichshain (allerdings auch nicht weniger abwechslungsreich), doch sind die Berliner hier eher unter sich. In den einschlägigen Bars und Clubs kennt man sich, was für eine besonders gelöste Stimmung und eine tolle Atmosphäre sorgt.

Viele Möglichkeiten für Verliebte

Der Stadtteil hat gleich mehrere Ecken, die wohl jeder Berliner kennt. So gehören Teile der Tauentzienstraße zu Schöneberg, wo unter anderem das legendäre Luxus-Kaufhaus KaDeWe (Kaufhaus des Westens) steht. Der Ku’damm mit seinen vielen Edel-Boutiquen ist nur ein paar Schritte entfernt. Das Dichterviertel in Schöneberg-Friedenau ist wiederum aufgrund seiner einzigartigen Architektur ebenfalls über die Stadtteil-Grenzen hinaus bekannt. Zum Flanieren und Schlendern laden zudem die zahlreichen Stadtparks ein, die zum Teil zu den größten der Stadt gehören. Und richtig stolz ist man in Berlin-Schöneberg auf das Rathaus: Hier hielt John F. Kennedy bei einem Berlin-Besuch im Jahr 1963 seine berühmte „Ich bin ein Berliner“-Rede. Wer einmal in Schöneberg ist, sollte das geschichtsträchtige Gebäude zumindest einmal von außen gesehen haben.

Abwechslungsreich und voller Geschichte

Zum Stadtteil gehören mehrere Regionen und Areale, die eine eigene Charakteristik haben. So gibt es zum Beispiel das Bayerische Viertel, das bis zu den flächendeckenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg von stattlichen Fassaden geschmückt war. Beim Wiederaufbau setzte man allerdings auf die eher schmucklose Architektur der 1950er Jahre. Weiterhin prachtvoll sind die Ceciliengärten, die in den 1920er Jahren errichtet wurden. Hier sind nicht nur die prächtigen Fassaden beeindruckend, sondern auch die besondere Türgestaltung. Architektonisch weniger wertvoll, dafür prall gefüllt mit Leben, ist die Region rund um den Nollendorfplatz mit seinen vielen Restaurants, Bars und Kneipen. Einmal im Jahr findet hier das lesbisch-schwule „Motzstraßenfest“ statt, das wegen der ausgelassenen Stimmung auch für Heteros interessant sein kann.

In der Kategorie „Berühmte Bürger“ braucht sich Schöneberg vor den übrigen Berliner Stadtteilen nicht zu verstecken. Aktuelle und ehemalige Promis sind zum Beispiel Günter Grass, Joachim Gauck, Helmut Newton, Erich Kästner, Sepp Herberger und Marlene Dietrich.